Sonntag, 2. März 2008
Nächtliche Langeweile
Immernoch krank, immernoch langweilig. Meine Freundin ist irgendwo bei irgendwelchen FreundInnen irgendwas machen und ich sitze hier und denke daran, wie scheiße es ist, dass ich jetzt hier sitze und mir nicht wie sonst am Wochenende in aller Ruhe die Lichter auspuste. Es gibt eine Menge Leute, die meine Sicht der Dinge als zu negativ abtun, aber ich finde sie gar nicht so daneben. Auf jeden Fall nicht so sehr daneben wie die Sicht der Dinge dieser anderen Leute.
Die Kamera ist heute gekommen. Sobald ich die 200-seitige englische Anleitung im Idealfall gelesen, in der Realität aber wahrscheinlich eher überflogen haben werde, werde ich mal rausgehen und gucken, ob ich als Fotograf was tauge. Ich habe überhaupt keine Ahnung vom Fotografieren, aber ich bin doch immer noch von Zeit zu Zeit von der Frage besessen, ob es außer meiner Freundin noch etwas auf der Welt gibt, dass mir ohne bewusstseinsverändernde Stoffe gefällt. Vielleicht ja das. Ich bin schon oft genug irgendwo gewesen, wo ich Zeuge irgendeines Anblicks wurde, der mich denken ließ: "Mann, sowas müsste man eigentlich irgendwie festhalten können", um mir jetzt mal eine Kamera zuzulegen.
Wenns nichts wird, ärgere ich mich, dass ich so viel Geld dafür ausgegeben habe und setze mich wieder vor den PC.
Wenn man das jetzt liest, kann man leicht in Versuchung kommen, mich für ein snobistisches, verwöhntes Bonzenkind zu halten, wahrscheinlich würde ich selbst genau das tun, wenn ich so einen Text von jemand anderem lesen würde. Ich sage hier, dass ich das mitnichten auch nur ansatzweise bin, wissend, dass das im Internet natürlich jeder von sich behaupten kann.

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